| ALTES DENKEN | NEUES DENKEN |
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| Rückfälle sind Ausdruck schlechter Behandlung und eigenen Versagens. | Rückfälle sind Bestandteil jeder Entwicklung. Oft zeigen gerade Rückfälle, daß Verkrustetes aufbricht. |
Bei Rückfall war die ganze Behandlung vergeblich: der Patient hat versagt. |
Rückfälle sind die Regel und nicht die Ausnahme. |
| Rückfälle sind ein weiterer Schritt auf dem Wege der Selbstzerstörung. | Rückfälle sind Entwicklungschancen. |
| ,,Rückfälle sind autonome Prozesse, da kann man nichts machen!" |
Rückfälle sind als aktive Gestaltungsversuche zur Bewältigung eigener Lebensprobleme zu respektieren. |
| Rückfälle sind Ausdruck von Gleichgültigkeit, fehlendem Abstinenzwillen und von Uneinsichtigkeit. | Rückfälle sind sinnhafte Handlungen (wie auch das Suchtverhalten an sich). Rückfälle sind als Widerstand auch positiv zu würdigen. |
| Der Rückfall endet im Siechtum. Er ist Ausdruck einer ,,klaren Entscheidung zum Weitertrinken". | Rückfälle sind Selbstheilungsversuche (z.B. zur Aufrechterhaltung des Selbstwertgefühls). |
| Wesentliche Rückfallursache ist das Verlangen nach Alkohol. | Rückfälle sind erklärbar, sie fallen nicht vom Himmel: Rückfall ist nicht gleich Rückfall. |
| Das erste Glas endet im Kontrollverlust. | Abstinenz ist nicht der zentrale Gradmesser für die Beurteilung einer Behandlung. |
| Der Weg aus der Sucht braucht Zeit. |